Weitzel, Arend: Lieder ohne forte


Weitzel, Arend: Lieder ohne forte

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Lieder ohne forte (Song without forte) - 28 pages; Etudes for lyrical timpani playing on the basis of 24 popular ballad melodies; 2 Timpani, easy to intermediate

  • Wem Gott will rechte Gunst erweisen
  • Bald gras im am Neckar
  • Ännchen von Tharau
  • Wenn ich ein Vöglein wär
  • Die Blümelein, sie schlafen
  • Winter ade!
  • Im Märzen der Bauer
  • Nun will der Lenz uns grüßen
  • Kein schöner Land
  • Die Gedanken sind frei
  • O Tannenbaum
  • Widele, wedele
  • Auf einem Baum ein Kuckuck
  • Guten Abend, gut' Nacht
  • Der Mond ist aufgegangen
  • Der Mai, der MAi, der lustige Mai
  • Grüß Gott, du schöner Maien
  • Komm, lieber Mai und mache
  • Am Brunnen vor dem Tore
  • Maria durch ein Dornwald ging
  • Die Forelle
  • Das Loreleylied
  • Der Mai ist gekommen
  • Im schönsten Wiesengrunde

So manche Orchesterliteratur für Pauke wirkt auf den ersten Blick eher schlicht und technisch unspektakulär. Umso mehr sind wir als Paukenspieler gefordert, den Vorgaben musikalische Lebendigkeit zu verleihen. Hierzu müssen wir uns mit Werkkenntnis und Stilsicherheit ausstatten, und insbesondere einen grundsätzlichen Gestaltungswillen und –anspruch entwickeln und kultivieren.

Der Ursprung allen Musizierens liegt im Gesang. Gerade beim volkstümlichen Gesang ist zu erleben, wie der Vortrag ganz selbstverständlich durch musikalische Bögen, Phrasierungen und dem ständigen Wechsel von Spannungsaufbau und Entspannung Ausdruck und Gestaltung bekommt. Hierzu sind gar keine dynamischen Vorgaben nötig. Die formalen Strukturen des Liedes (zumal durch den Text unterstützt) lassen es als unumgänglich erscheinen, Schwerpunkte ganz organisch zu plazieren und Phrasen eine Richtung zu geben. Aus diesem Grunde sind in der vorliegenden Volksliedsammlung auch keine dynamischen oder sonstigen Vortragsbezeichnungen zu finden (eben Lieder ohne „forte“).

Ich habe im Rhythmus der Lieder einfache zweitönige Paukenstimmen geschrieben, die so gespielt werden sollen, als wären es die Melodiestimmen. Die Kunst besteht hierbei darin, mit den Mitteln der Dynamik vorsichtig und diskret umzugehen. Einer musikalischen Linie Form zu geben und Betonungen geschmackvoll zu setzen, ist vielfach mehr eine Frage von Artikulation und sensiblem timing. Eine Note beispielsweise minimal zu verzögern, kann eine wesentlich überzeugendere Wirkung haben, als ein bloßer Akzent.

Die notierten Wirbel sind optional zu behandeln. Ich empfehle, die Wirbel zunächst komplett wegzulassen, und sich zunächst ganz auf die musikalische Gestaltung, die Klanggebung und die Agogik zu konzentrieren. Erst im nächsten Schritt soll versucht werden, die Wirbel so einzufügen, daß sie nicht als technische Highlights in den Vordergrund treten, sondern immer sehr geschmackvoll als reines Mittel der Klang- und Tonverlängerung in die Intention des Vortrags eingebunden sind.

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